Gymnasium

Allgemeine Informationen

Alle wich­tigen Infor­ma­tionen zum Gymnasium

Das Gymna­sium ist der direkte Weg zur Matura. Matura bedeutet «Reife­prü­fung» und bildet den Abschluss dieser höheren Schul­aus­bil­dung. Nach der vier­jäh­rigen Schul­zeit können unsere Schüler*innen ein Studium an einer Hoch­schule beginnen oder andere anspruchs­volle Ausbil­dungen und Berufs­wege beschreiten.

Nach­fol­gend finden Sie alle wich­tigen Infor­ma­tionen zum Erst­kon­takt und zur Aufnahme an unsere Schule, zum Aufbau der Ausbil­dung und zum viel­fäl­tigen Fächer­an­gebot. Ausserdem zeigen wir auf, welche Möglich­keiten unseren ehema­ligen Schüler*innen offenstehen.

Neben der regu­lären gymna­sialen Ausbil­dung führen wir Spezi­al­ab­tei­lungen mit beson­deren Bestim­mungen – bitte beachten Sie hierzu die Navi­ga­tion links. 

Ja, wenn Sie…

  • Schritt für Schritt das Erwach­se­nen­leben kennen­lernen wollen: In unserem Unter­richt werden Sie gesiezt – und mit Vornamen angesprochen. 
  • nach der obli­ga­to­ri­schen Schul­zeit mehr wissen und entdecken wollen.
  • beim Schul­ein­tritt nicht älter als 18 Jahre alt sind. 
  • den notwen­digen Noten­schnitt vorweisen können. 
  • später studieren möchten. 
  • noch nicht direkt ins Berufs­leben einsteigen wollen (schauen Sie sich auch das Angebot der Wirt­schafts­mit­tel­schule WMS und der Infor­ma­tik­mit­tel­schule IMS an). 
  • mehr Zeit brau­chen, um sich für eine Berufs­rich­tung entscheiden zu können. 
  • sich in verschie­dene Fächer vertiefen wollen. 
  • Ihre Fächer­aus­wahl jedes Schul­jahr mehr mitge­stalten möchten. 
  • bereit sind, sich selbst aktiv in den Unter­richt einzubringen. 
  • wissen­schaft­li­ches Denken und Argu­men­tieren kennen­lernen wollen. 
  • bereit sind, eigen­ver­ant­wort­lich (Haus-)Arbeiten zu verfassen. 
  • verschie­dene Theo­rien kennen­lernen möchten. 
  • sich für komplexe Fragen inter­es­sieren und dafür verschie­dene Lösungs­wege finden wollen. 
  • Lust haben, Frei­fä­cher auszu­pro­bieren: Poli­ti­sche Bildung, Spanisch, Theater, Reli­gion, Chor und viele weitere.
  • Ihre Talente und Inter­essen entdecken und entfalten möchten. 
  • Leistung­sport betreiben und gleich­zeitig eine anspruchs­volle Ausbil­dung absol­vieren möchten. 
  • zwei­spra­chig unter­richtet werden wollen (Deutsch und Englisch). 
  • sich prak­tisch und theo­re­tisch in natur­wis­sen­schaft­liche Fächer vertiefen möchten.
  • ander­weitig begabt sind und gezielt geför­dert werden wollen. 

Wenn Sie mehrere Punkte mit Ja beant­worten können, empfehlen wir einen baldigen Besuch bei uns. Kommen Sie vorbei: Wir haben verschie­dene Ange­bote, bei denen Sie unsere Schule kennen­lernen können.

Ein Besuch vor Ort gibt einen unmit­tel­baren Eindruck unserer Schul­at­mo­sphäre. An verschie­denen Anlässen stellen wir uns vor: Zukünf­tige Schüler*innen und ihre Eltern können mit uns unkom­pli­ziert das Gespräch suchen und erhalten Antworten auf allfäl­lige offene Fragen. 

Besuchs­woche im Dezember

Die beste Gele­gen­heit zum Schnup­pern ist unsere Besuchs­woche. Diese findet übli­cher­weise jeweils Anfang Dezember statt. Wir zeigen den Alltag an der Alten Kanti und öffnen unsere Türen eine ganze Unter­richts­woche lang. Das Angebot richtet sich an inter­es­sierte zukünf­tige Schüler*innen mit oder ohne Beglei­tung ihrer Eltern.

Indi­vi­du­eller Schnupperhalbtag

Konnten Sie in der Besuchs­woche nicht vorbei­kommen? Möchten Sie gerne noch(mals) ein paar Stunden Unter­richt an der Kanti erleben? Wir laden Sie alleine oder als Klein­gruppe herz­lich ein, indi­vi­duell einen Halbtag an der Kanti zu verbringen. Auf Anmel­dung stellen wir Ihnen gerne einen Halbtag (drei bis vier Lektionen) zusammen. 

Schnup­per­halbtag mit Götti oder Gotte

Einen Halbtag mit vertrauter Beglei­tung können Sie auch selbst orga­ni­sieren. Wenn Sie eine*n unserer Schüler*innen persön­lich kennen, fragen Sie, ob er ein Götti bzw. sie eine Gotte sein mag. So erleben Sie alleine oder in einer Klein­gruppe den Schul­alltag aus einer direkten Innen­per­spek­tive. Melden Sie sich bitte recht­zeitig an, inkl. Namen des Göttis/​Gotte.

  • Daten: jeder­zeit
  • Anmel­dung: erfor­der­lich (Kontakt)

Tage der offenen Türe im Frühjahr

Für Eltern, Geschwi­ster, Ehema­lige und weitere Freund*innen der Schule lassen wir jeweils im Früh­jahr die Sechs­ta­ge­woche noch­mals aufleben. Eine opti­male Gele­gen­heit für einen Blick ins Schul­zimmer oder Labor, einen Besuch im Theater oder eine Begeg­nung bei einem Kaffee. Das Detail­pro­gramm geben wir früh­zeitig bekannt. 

Präsen­ta­tion für Bezirks- und andere Schulen

Wir stellen Ihnen unsere Ausbil­dungs­mög­lich­keiten bei einer Präsen­ta­tion gerne vor. Sie erhalten aus erster Hand Infor­ma­tionen der Schulllei­tung und der Schü­ler­schaft und können uns Fragen stellen. Bitte lassen Sie es uns recht­zeitig wissen, wenn Ihre Schule daran inter­es­siert ist. 

  • Daten: jeder­zeit
  • Anmel­dung: erfor­der­lich (Kontakt)

Für Bezirksschüler*innen: Anmel­dung

Bezirksschüler*innen brau­chen einen Noten­durch­schnitt von 4.7, um prüfungs­frei ins Gymna­sium aufge­nommen zu werden. Ausserdem benö­tigen sie in den Fächern Mathe­matik und Deutsch minde­stens die Noten 4.0. Errei­chen die Bezirksschüler*innen dieses Ziel schon im Winter des letzten Schul­jahres (Zeugnis des ersten Seme­sters), sind sie bereits für den Eintritt in die Alte Kanti zuge­lassen. Können sie diesen Schnitt bis zum Sommer halten (Abschluss­zeugnis im zweiten Seme­ster), sind sie defi­nitiv aufge­nommen. Sinkt der Noten­schnitt jedoch im Abschluss­zeugnis, sind die Schüler*innen für das erste Halb­jahr provi­so­risch aufgenommen.

Für weitere Schüler*innen: Aufnah­me­prü­fung

An der Aufnah­me­prü­fung teil­nehmen können Bezirksschüler*innen, die den notwen­digen Noten­durch­schnitt im letzten Schul­jahr in beiden Zeug­nissen nicht erreicht hatten. Ausserdem Schüler*innen mit einer Vorbil­dung von gleich­wer­tigen Schulen.
Die Aufnah­me­prü­fung kann erst im Früh­jahr nach dem Abschluss der Bezirks­schule absol­viert werden (also rund ein Jahr später). Die Alters­ober­grenze für den Eintritt in die Kanti liegt bei 18 Jahren. Die Aufnah­me­prü­fung erfolgt jeweils im März (Kalen­der­woche 11). Die genauen Daten, Zeiten und Orte werden im Prüfungs­auf­gebot mitgeteilt.

Wich­tige Hinweise zu den Schulstandorten

Im Aargau gibt fünf weitere Kantons­schulen: Baden, Wettingen, Wohlen, Zofingen – und natür­lich die Neue Kanti, die sich wie die Alte Kanti eben­falls in Aarau befindet. Es besteht kein recht­li­cher Anspruch auf die Wahl des Schul­ortes. Aufgrund der knappen Raum­ver­hält­nisse müssen manchmal Zutei­lungen vorge­nommen werden, so dass der Besuch der gewünschten Schule nicht garan­tiert werden kann.

Die Anmel­dung für das Gymna­sium erfolgt in der Regel im letzten Schul­jahr der Ober­stufe. Die Schüler*innen können sich je nach Noten­schnitt direkt anmelden oder eine Aufnah­me­prü­fung absol­vieren. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Hinweise zu den Aufnah­me­be­din­gungen sowie zur Wahl des Schul­stand­ortes.

Ablauf der regu­lären Anmeldung

  1. Die Anmel­dung wird online ausge­füllt. Die Angaben werden elek­tro­nisch über­mit­telt. Die nach der Über­mitt­lung erstellte Anmel­de­be­stä­ti­gung muss ausge­druckt werden.
  2. Eine erzie­hungs­be­rech­tigte Person muss die ausge­druckte Bestä­ti­gung unterschreiben.
  3. Die unter­zeich­nete Bestä­ti­gung wird inklu­sive Noten­blatt der Klas­sen­lehr­person abge­geben. Diese ist für die Weiter­lei­tung an die Alte Kanti zuständig.
    Erfolgt die Anmel­dung nicht im Abschluss­jahr der Bezirks- oder Sekun­dar­schule, ist die unter­zeich­nete Bestä­ti­gung inklu­sive weiterer Unter­lagen und Zeug­nisse, die den aktu­ellen Bildungs­gang belegen, direkt an die Alte Kanti zu senden.
  4. Die Aufnahme an das Gymna­sium wird in der Regel bis Ende Juni (zwei Monate vor dem Eintritt im August) schrift­lich bestätigt.

Bei der Anmel­dung müssen folgende Entscheide getroffen werden: 

Ablauf der Anmel­dung zur Aufnahmeprüfung

  1. Die Anmel­dung wird online ausge­füllt. Die Angaben werden elek­tro­nisch über­mit­telt. Die nach der Über­mitt­lung erstellte Anmel­de­be­stä­ti­gung muss ausge­druckt werden.
  2. Eine erzie­hungs­be­rech­tigte Person muss die ausge­druckte Bestä­ti­gung unterschreiben.
  3. Die unter­zeich­nete Bestä­ti­gung und weitere Unter­lagen und Zeug­nisse, die den aktu­ellen Bildungs­gang belegen, sind so schnell wie möglich (späte­stens bis jeweils Ende Februar), direkt an die Alte Kanti zu senden.
  4. Wich­tiger Hinweis: Eine Einla­dung zur Aufnah­me­prü­fung folgt je nach Anmel­de­datum. Wer sich bis Ende Februar anmeldet, macht die Prüfung im März des glei­chen Jahres. Bei einer späteren Anmel­dung sind die Schüler*innen erst für die Prüfung im Jahr darauf zugelassen.
  5. Die Infor­ma­tion über das Resultat der Prüfung erfolgt schrift­lich. Die Bestä­ti­gung einer bestan­denen Aufnah­me­prü­fung ist gleich­be­deu­tend mit der defi­ni­tiven Aufnahme an die Alte Kanti.

Wich­tige Hinweise: 

Es wird kein Schul­geld erhoben. Das Unter­richts­ma­te­rial (inkl. persön­li­cher Laptop, Lager und allfäl­lige Exkur­sionen) beläuft sich auf ca. 5000 Franken für die ganze Schul­zeit. Dieser Richt­be­trag vari­iert je nach Wahl der Angebote. 

Es können Stipen­dien bean­tragt werden. Die Höhe der finan­zi­ellen Unter­stüt­zung richtet sich unter anderem nach den Einkom­mens- und Vermö­gens­ver­hält­nissen. Weitere Infor­ma­tionen

Die Ausbil­dungs­zeit im Gymna­sium ist zwei­ge­teilt: Auf zwei Jahre Grund­stufe folgen weitere zwei Jahre Vertiefungsstufe.

Grund­stufe

In den ersten zwei Schul­jahren sind zehn Grund­la­gen­fä­cher obli­ga­to­risch. Die Schüler*innen wählen darüber hinaus ein weiteres Pflicht­fach nach eigenem Inter­esse: das Akzent­fach. Zur Auswahl stehen die Mono­fä­cher Latein und Mathe­matik, ausserdem die Fächer­kom­bi­na­tionen Moderne Spra­chen oder Geistes- & Sozi­al­wis­sen­schaften. Die Wahl des Akzent­fa­ches ist verbind­lich und bestimmt, in welcher Abtei­lung die Schüler*innen aufge­nommen werden. Zudem können von Beginn weg Frei­fä­cher nach Wahl besucht werden.

Vertie­fungs­stufe

In den letzten beiden Jahren des Gymna­siums setzen die Schüler*innen zuneh­mend grös­sere inhalt­liche Schwer­punkte. Im dritten Jahr wählen sie aus einem grossen Angebot ein Schwer­punkt­fach aus, das bis zur Matura unter­richtet wird und rele­vant für die Abschluss­prü­fung ist. Im vierten und letzten Jahr kommt ein Ergän­zungs­fach dazu, welches das das eigene Ausbil­dungs­profil abrundet. 

Abschluss­ar­beiten & -prüfungen

Im vierten Schul­jahr schreiben die Schüler*innen eine Matu­ra­ar­beit, in der eigene Inter­essen und Neigungen verfolgt werden. Die Ausbil­dungs­zeit wird beendet mit schrift­li­chen und münd­li­chen Matu­r­a­prü­fungen.

Über­sicht: Promotionsordnung

Die Promo­ti­ons­ord­nung gibt eine Zusam­men­fas­sung der wich­tig­sten Rege­lungen. Noch ausführ­li­cher ist der kanto­nale Geset­zes­text.

Jahres­pro­mo­tion

Im Gymna­sium gilt die Jahres­pro­mo­tion. Jeweils am Ende des Schul­jahres erhalten alle Schüler*innen ein Zeugnis, das über die Beför­de­rung oder Nicht­be­för­de­rung in die nächst­hö­here Klasse entscheidet. 

Promo­ti­ons­fä­cher

Im Zeugnis zählen alle Fächer einfach: die Grund­la­gen­fä­cher (ausser Sport) und das Akzent­fach, später das gewählte Schwer­punkt- und Ergän­zungs­fach. Es dürfen nur maximal vier unge­nü­gende Noten vorkommen, die doppelt kompen­siert werden müssen (Beispiel: die Note 3 in einem Fach durch die Note 5 in zwei anderen Fächern).

Im Gymna­sium erwartet die Schüler*innen eine Viel­falt an Fächern. Diese sind aufge­teilt in folgende Kategorien:

1. Obli­ga­to­risch: Grundlagenfächer

Die meisten Fächer aus vorhe­rigen Schulen finden im Gymna­sium eine Fort­set­zung. Dazu kommen weitere Grund­la­gen­fä­cher dazu, wie zum Beispiel Wirt­schaft & Recht und Infor­matik. Die Schüler*innen wählen ausserdem entweder Bild­ne­ri­sches Gestalten oder Musik inkl. Instru­ment.
Im dritten Schul­jahr haben die Schüler*innen theo­re­ti­schen und prak­ti­schen Projekt­un­ter­richt, der sie auf das Schreiben der Abschluss­ar­beit (Matu­ra­ar­beit) vorbereitet. 

2. Pflicht nach Wahl: Akzent-, Schwer­punkt- und Ergänzungsfächer

Fast jedes Schul­jahr wählen die Schüler*innen Vertie­fungs­fä­cher aus. Damit wird ihnen schritt­weise eine indi­vi­du­elle Ausbil­dung ermög­licht. In der Grund­stufe ist dies das Akzent­fach. In der Vertie­fungs­stufe wird es vom Schwer­punkt­fach abge­löst, dazu kommt im letzten Schul­jahr ein Ergän­zungs­fach. Die Anzahl Lektionen pro Woche steigt dabei an (1. Schul­jahr: 3 Lektionen, im 4. Schul­jahr sind es total 9 Lektionen). 

3. Freie Wahl: Freifächer

Eine Reihe von Frei­fä­chern komplet­tiert das Unter­richts­an­gebot. Sie stehen – sofern es der Stun­den­plan zulässt – zur indi­vi­du­ellen Kombi­na­tion zur Verfü­gung. Jede Kanton­schule bietet ihren Schüler*innen eine andere Auswahl.

Die Stun­den­tafel gibt eine Über­sicht zu den Anzahl Lektionen (in allen Fächer­kat­ge­o­rien und Schuljahren).

Die Grund­la­gen­fä­cher sind für alle Schüler*innen obli­ga­to­risch. Einige gehören während vier Jahren zum Stun­den­plan, etwa Deutsch und Mathe­matik. Andere beginnen später (z.B. Physik) oder enden bereits nach dem dritten Schul­jahr (z.B. Biologie oder Chemie). Es gibt aber auch Wahl­pflicht­fä­cher: Fran­zö­sisch kann beispiels­weise ab dem dritten Schul­jahr durch Italie­nisch ersetzt werden. Eine Über­sicht zur Stun­den­tafel finden Sie hier.

Lehr­pläne der Grundlagenfächer

Hinweise zu Bild­ne­ri­sches Gestalten und Musik inkl. Instrument

  • Bei der Anmel­dung entscheiden sich die Schüler*innen für eins von diesen beiden Grund­la­gen­fä­chern, welche je drei Schul­jahre lang unter­richtet werden. 
  • Bild­ne­ri­sches Gestalten kann auch als Frei­fach gewählt werden. 
  • Beim Grund­la­gen­fach Musik ist Instru­men­tal­un­ter­richt obli­ga­to­risch, dieser ist eben­falls promo­ti­ons­re­le­vant und dauert eine zusätz­liche Lektion pro Woche. Mehr Infor­ma­tionen

Ange­henden Schüler*innen stehen folgende vier Akzent­fä­cher zur Auswahl, von denen eines bei der Anmel­dung an das Gymna­sium gewählt werden muss:

Geistes- und Sozi­al­wis­sen­schaften (Agsw)

Der Unter­richt in den Grund­la­gen­fä­chern Geschichte, Geografie sowie Wirt­schaft und Recht wird ergänzt und vertieft. Als Fächer­kom­bi­na­tion erlaubt dieses Akzent­fach den Schüler*innen, sich gesell­schaft­li­chen Phäno­menen aus verschie­denen Blick­win­keln zu nähern.

Latein (Alat)

Latein ist eine wich­tige Schlüs­sel­sprache für viele euro­päi­schen Spra­chen. Neben grund­le­genden Sprach­kennt­nissen werden auch kultu­relle und kommu­ni­ka­tive Grund­lagen vermittelt. 

  • Voraus­set­zungen: Belegen können es nur Schüler*innen, die bereits in der Bezirks­schule Latein­un­ter­richt hatten.
  • Anschluss­mög­lich­keiten: Dieses Akzent­fach bereitet auf das Schwer­punkt­fach Latein und damit auf den Abschluss des soge­nannten Grossen Lati­nums vor (Pflicht für gewisse univer­si­täre Studien). Wer sich gegen Latein als Schwer­punkt­fach entscheidet, kann nach dem Akzent­fach noch ein Jahr lang den Frei­fach­kurs Latein besu­chen und am Ende des 3. Schul­jahres das Kleine Latinum erwerben. 
  • Lehr­plan Alat

Weitere Hinweise:

  • Schüler*innen, die moderne Fremd­spra­chen als Frei­fä­cher belegen möchten (vor allem Italie­nisch oder Spanisch), wählen mit Vorteil das Akzent­fach Latein. 
  • Latein kann ab dem ersten Schul­jahr auch als Frei­fach gewählt werden.
  • Schüler*innen der Spezi­al­ab­tei­lung Immer­sion, welche das Frei­fach Grie­chisch belegen möchten, müssen als Akzent­fach Latein wählen.

Mathe­matik (Amat)

Der Unter­richt vermit­telt eine vertie­fende Zusatz­bil­dung zum Grund­la­gen­fach Mathe­matik: von der Äqui­va­lenz in der Elemen­taren Logik bis zur Zahlentheorie. 

  • Voraus­set­zungen: Es gelten keine beson­deren Bestimmungen. 
  • Anschluss­mög­lich­keiten: Das Akzent­fach ist die ideale Vorbe­rei­tung auf das Schwer­punkt­fach Physik und Anwen­dungen der Mathe­matik sowie das Ergän­zungs­fach Infor­matik. Es bringt aber auch Vorteile für Schüler*innen, die später ein anderes Schwer­punkt­fach wählen (z.B. Biologie und Chemie, oder Wirt­schaft und Recht).
  • Lehr­plan Amat

Moderne Spra­chen (Amos)

Das Phänomen Sprache wird auf verschie­denen Ebenen unter­sucht. Einer­seits wird der Unter­richt in den Grund­la­gen­fä­chern Deutsch, Fran­zö­sisch und Englisch prak­tisch vertieft, ander­seits werden verschie­dene Spra­chen mitein­ander vergli­chen und theo­re­tisch reflektiert.

  • Voraus­set­zungen: Es gelten keine beson­deren Bestimmungen.
  • Anschluss­mög­lich­keiten: Dieses Akzent­fach bietet eine opti­male Vorbe­rei­tung auf ein sprach­li­ches Schwerpunktfach.
  • Lehr­plan Amos

Die Wahl des Schwer­punkt­fa­ches prägt das persön­liche Ausbil­dungs­profil der Schüler*innen am stärk­sten. Der beim Schul­be­ginn gefällte Entscheid (Akzent­fach) kann noch einmal über­dacht und allen­falls geän­dert werden. Entschei­dend für die Wahl sind die schu­li­schen Inter­essen und Leistungen sowie zukünf­tige Studien- oder Berufsziele.Ein Schwer­punkt­fach kann sich positiv auf ein späteres Studium in einem bestimmten Fach­be­reich auswirken, weil gewisse Grund­lagen bereits erar­beitet wurden. Die Entschei­dung für ein Schwer­punkt­fach hat jedoch keinen direkten Einfluss auf die Aufnahme in einen bestimmten Studiengang.

Wich­tige Informationen

  • Wahl: Für welches Schwer­punkt­fach soll ich mich entscheiden?
  • Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tungen: Diese finden jähr­lich im November statt (Veran­stal­tungs­ka­lender).
  • Beginn und Dauer: Die Wahl des Schwer­punkt­fa­ches erfolgt vor dem Eintritt ins 3. Schul­jahr und ist verbind­lich. Der Unter­richt umfasst sechs Lektionen pro Woche und dauert insge­samt zwei Jahre. 
  • Orga­ni­sa­ti­ons­struktur: Schwer­punkt­fä­cher werden in Kurs­gruppen mit Schüler*innen aus verschie­denen Abtei­lungen geführt. 
  • Durch­füh­rung: Die Anmel­de­zahlen entscheiden, ob ein Schwer­punkt­fach zustande kommt. Falls das nicht der Fall sein sollte, können die dafür ange­mel­deten Schüler*innen den Kurs wech­seln oder den gewählten Kurs an einer unserer Nach­bar­schulen besu­chen, denn das Angebot ist an allen sechs Aargauer Kantons­schulen gleich.

Fächer und ihre Lehrpläne

Das Ergän­zungs­fach rundet das indi­vi­du­elle Ausbil­dungs­profil ab: Es wird erst im letzten Jahr vor der Matura unter­richtet und umfasst vier Lektionen pro Woche. Zusätz­lich zum Schwer­punkt­fach ermög­licht es eine Vertie­fung aus Neigung oder kann im Hinblick auf die spätere Berufs- und Studi­en­wahl gewählt werden. 

Wich­tige Informationen

  • Wahl: Für welches Ergän­zungs­fach soll ich mich entscheiden?
  • Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tungen: Diese finden jähr­lich im November statt, nächste Termine siehe Veran­stal­tungs­ka­lender.
  • Beginn und Dauer: Die Wahl des Ergän­zungs­fa­ches erfolgt nach der Hälfte des 3. und gilt für das 4. Schul­jahr. Der Unter­richt umfasst vier Lektionen pro Woche und dauert insge­samt ein Schuljahr.
  • Voraus­set­zungen: Das Ergän­zungs­fach darf nicht dasselbe sein wie das gewählte Schwer­punkt­fach. Wer als Schwer­punkt­fach Bild­ne­ri­sches Gestalten oder Musik gewählt hat, darf als Ergän­zungs­fach weder Bild­ne­ri­sches Gestalten noch Musik oder Sport wählen.
  • Orga­ni­sa­ti­ons­struktur: Ergän­zungs­fä­cher werden in Kurs­gruppen mit Schüler*innen aus verschie­denen Abtei­lungen geführt. 
  • Hinweis zur Durch­füh­rung: Die Anmel­de­zahlen entscheiden, ob ein Ergän­zungs­fach zustande kommt. Falls das nicht der Fall sein sollte, können die dafür ange­mel­deten Schüler*innen den Kurs wech­seln oder den gewählten Kurs an einer unserer Nach­bar­schulen besu­chen, denn das Angebot ist an allen sechs Aargauer Kantons­schulen gleich.

Fächer und ihre Lehrpläne

Eine Viel­zahl von Frei­fä­chern komplet­tiert das Unter­richts­an­gebot. Frei­fä­cher sind nicht promo­ti­ons­re­le­vant und können nach Inter­esse kombi­niert werden – sofern der Stun­den­plan und die Vorgaben es zulassen. Jede Kanton­schule bietet ihren Schüler*innen eine andere Auswahl. 

  • Beur­tei­lung: Im Zeugnis werden Frei­fä­cher entweder mit einer (nicht zählenden) Note oder mit dem Hinweis «besucht» aufgeführt. 
  • Durch­füh­rung: Bei sehr kleinen Gruppen sind die Durch­füh­rung und die ursprüng­lich vorge­se­henen Lektionen pro Woche nicht gewährleistet.
  • Dauer: Die Anmel­dung für die Frei­fä­cher ist verbind­lich und gilt für das ganze Schuljahr.
  • Wich­tige Hinweise zu einzelnen Freifächern

Infor­ma­tionen zu einzelnen Freifächern 

Von Beginn weg lernen unsere Schüler*innen verschie­dene Methoden kennen, wie sie eigene Projekte planen und durch­führen können. Bis zur Matu­ra­ar­beit wissen sie um die zentralen Elemente von Projekt­zy­klen: von der ersten Ideen­fin­dung, übers Initi­ieren – bis zum gelun­genen Abschluss. Damit sind sie bis zur Matura mit den nötigen Arbeits­tech­niken ausge­rü­stet, um beispiels­weise in einem späteren Studium eigene schrift­liche Arbeiten verfassen zu können. 

In verschie­denen Fächern: Grundstufe

Der Projekt­un­ter­richt ist im ersten und zweiten Schul­jahr in verschie­dene Fächer inte­griert. Neben Arbeits­me­thoden wird der Umgang mit Infor­ma­tionen und ihre Beschaf­fung thema­ti­siert, ebenso werden Präsen­ta­ti­ons­tech­niken vermittelt. 

Projekt­un­ter­richt (PRO): Vertiefungsstufe

Im dritten Schul­jahr ist Projekt­un­ter­richt ein eigenes Fach mit zwei Lektionen pro Woche, dazu kommt zusätz­liche Zeit für eine eigene Projekt­ar­beit in Klein­gruppen. Die Grund­lagen gehen nun in die Tiefe und so sind die Schüler*innen am Ende des Projekt­un­ter­richts optimal vorbe­reitet auf die Matu­ra­ar­beit, die sie im vierten Schul­jahr beschäf­tigen wird.

Weitere Informationen

Längere Aufent­halte im Ausland sind eine Erwei­te­rung des eigenen Hori­zonts und fördern die Sprach­kom­pe­tenz. Wir ermög­li­chen unseren Schüler*innen Austau­sch­jahre und -seme­ster, in denen sie ihre Ausbil­dung fort­setzen. Damit unter­stützen wir das Eintau­chen in eine fremde Sprache und Kultur. 

Abreise und Wiedereintritt 

  1. Schul­jahr: Es ist noch kein Austausch möglich. 
  2. Schul­jahr: Wer sein Austau­sch­jahr auf das zweite Schul­jahr legt, kann bei der Rück­kehr direkt ins dritte Schul­jahr einsteigen (d.h. auch in die vorhe­rige Schul­klasse). Es ist jedoch auch möglich, danach das zweite Schul­jahr zu absol­vieren (was mit einem Schul­klas­sen­wechsel einher­geht). Der Wieder­ein­tritt ins zweite Schul­jahr gilt nicht als Repe­ti­tion.
    Ein Austausch­se­me­ster kann im ersten oder zweiten Seme­ster absol­viert werden. Für die Promo­tion in die nächste Klasse gelten die Leistungen des an der Alten Kanti absol­vierten Schulsemesters.
  3. Schul­jahr: Bei einer Abwe­sen­heit während dem dritten Schul­jahr muss bei Rück­kehr zwin­gend das dritte Schul­jahr ange­treten werden (was mit einem Schul­klas­sen­wechsel einher­geht). Der Wieder­ein­tritt ins dritte Schul­jahr gilt nicht als Repetition. 
  4. Schul­jahr: Es ist kein Austausch möglich.

Für Schüler*innen der Spezi­al­ab­tei­lung Immer­sion gelten spezi­elle Bedin­gungen, ebenso für NAWIMAT.

Anfor­de­rungen

Wir empfehlen Aufent­halte im Ausland kontakt­freu­digen und anpas­sungs­fä­higen Schüler*innen, die bei guter Gesund­heit sind und über ein hohes Mass an Eigen­ver­ant­wor­tung verfügen. Die Lehr­pläne der auslän­di­schen Schulen unter­scheiden sich meist deut­lich von denen der Alten Kanti. Für einen erfolg­rei­chen Wieder­ein­tritt nach einem Austausch­auf­ent­halt sind darum gute schu­li­sche Leistungen erfor­der­lich – sowie die Bereit­schaft, die stoff­li­chen Lücken nach der Rück­kehr selb­ständig nachzuarbeiten.

Orga­ni­sa­tionen

Verschie­dene Orga­ni­sa­tionen bieten Programme an, in denen die Schüler*innen Gast­schulen besu­chen und bei Gast­fa­mi­lien wohnen. Die Alte Kanti arbeitet dafür mit verschie­denen Non-Profit-Orga­ni­sa­tionen zusammen, die dem Dach­ver­band Inter­mundo ange­schlossen sind: AFS, YFU, Rotary Jugend­aus­tausch und Inter­na­tional Expe­ri­ence. Allen­falls ist auch ein Austausch­auf­ent­halt auf privater Basis möglich.

Anmel­dung

Die Schüler*innen melden sich direkt bei ihrer jewei­ligen Orga­ni­sa­tion und reichen danach ein Gesuch bei der Schul­lei­tung ein.

Ausführ­li­ches Reglement

Die Matu­ra­ar­beit wird im letzten Schul­jahr indi­vi­duell oder in Klein­gruppen verfasst. Die Schüler*innen wenden die in der Ausbil­dung gelernten Arbeits­tech­niken an und initi­ieren ein eigenes Projekt, das sie als schrift­liche Arbeit abgeben – oder schrift­lich doku­men­tieren und kommen­tieren. Dafür sind verschie­dene Heran­ge­hens­weisen und Themen zulässig: Die Schüler*innen können zum Beispiel ein krea­tives oder tech­ni­sches Projekt angehen, oder mit einer eigenen Forschungs­frage eine Unter­su­chung durch­führen.
Bei ihrem Vorhaben werden sie von einer Lehr­person betreut. Die Matu­ra­ar­beit endet mit einer münd­li­chen Präsen­ta­tion, die neben dem schrift­li­chen Teil eben­falls beur­teilt wird. 

Weglei­tung zur Maturaarbeit

Das vierte und letzte Schul­jahr endet mit schrift­li­chen und münd­li­chen Abschluss­prü­fungen. Die Schüler*innen werden in den Grund­lagen-, Schwer­punkt- und Ergän­zungs­fä­chern geprüft und erhalten anschlies­send ein Matu­ri­täts­zeugnis. Die Matura berech­tigt für ein Studium oder eine ander­wei­tige Ausbildung. 

Wich­tige Dokumente

Nach dem Gymna­sium stehen den Maturand*innen verschie­dene weitere Ausbil­dungs- und Berufs­wege offen. 

Studium

Die Matura berech­tigt zu einem Studium an Hoch­schulen im In- und Ausland: alle Univer­si­täten, Eidge­nös­si­sche Tech­ni­sche Hoch­schulen (ETH, EPFL), Pädago­gi­sche Hoch­schulen (PH), Fach­hoch­schulen (FH).

Über das Praxis­jahr an eine Fachhochschule

Für prak­tisch veran­lagte Maturand*innen bietet es sich an, in einem Prak­tikum ein Jahr lang in die Arbeits­welt einzu­tau­chen. Danach sind sie berech­tigt, an einer Fach­hoch­schule (FH) zu studieren. Verschie­dene Fach­hoch­schulen bieten ein struk­tu­riertes Prak­tikum an, das optimal auf das Studium vorbe­reitet. Beispiele sind das Praxis­jahr für tech­ni­sche Ausbil­dungen oder ein kauf­män­ni­sches Prak­tikum für ein späteres Wirt­schafts­stu­dium.

Andere Ausbil­dungen und Berufseinstiege

Für bestimmte Berufs­rich­tungen gibt es höhere Fach­schulen und andere Ausbil­dungen: zum Beispiel für ange­hende Pilo­tinnen, Pfle­ge­fach­männer oder Jour­na­li­stinnen. Auch ein Einstieg im Banken­wesen oder bei der Flug­über­wa­chung sind Optionen. Nach der Matura sind auch direkte Berufs­ein­stiege möglich, etwa eine verkürzte Lehre in einem Betrieb (on-the-job).

Genauere Infos zu allen Optionen finden Sie bei der Berufs- oder Lauf­bahn­be­ra­tung.

Kontakt & Beratung

Kurt Büchler
Prorektor, Leiter Sportgymnasium
E-Mail: kurt.buechler@ag.ch